Junge Tänzer wetteiferten
Basdorf (mes) "Alle drei Cheerleader Gruppen sind weiter!" Begeisterung gab es auf diese Meldung der Jury. Kreischen wie bei DSDS und Riesenjubel für die "Blue white angels" aus Friedrichswalde, das "Jacooss Jugendhaus" aus Templin sowie die "Blue white swans" aus Schwanebeck.
In der Basdorfer Turnhalle herrschte während des Tanzfestivals den ganzen Samstag über eine tolle Stimmung. Das Festival, als Vorausscheid für das Barnimer Kinder- und Jugendfestival im September organisiert, war ein voller Erfolg. Etwa 1200 Gäste hatten sich über den Tag eingefunden, um ihre Stars zu bewundern.
40 Tanzgruppen und fast 500 Tänzerinnen und Tänzer hatten sich angemeldet so Projektleiterin Karina Berg. Alle stellten sich mit ihrem Auftritt einer kompetenten Jury vor. Für Street- und Breakdance habe man extra zwei Experten aus Berlin kommen lassen, denn hier musste es absolut jemand vom Fach sein, so Frau Berg.
Begonnen wurde um 10 Uhr mit den Kindertanzgruppen, die allesamt in zauberhaften Kostümen aufgetreten waren. Dabei kamen die "Magic Dancer", die Eastside Fun Crew sowie die "Blue white swans" eine Runde weiter. Der gesamte Wettbewerb war für die Bereiche Jazz-, Show- und Moderndance, Kindertanz, Cheerleading sowie Street- und Breakdance ausgeschrieben. "Gerade bei den Kleinen waren die Eltern mit sehr viel Leidenschaft und Aufregung dabei", schätzte auch Heike Doreen Klein, verantwortlich für das Kinder- und Jugendfestival, ein. Die Großen wären da - zumindest äußerlich - eher ganz cool geblieben. Und der Wettbewerbsgedanke "Ich will unbedingt im Herbst in Wandlitz dabei sein" war ganz groß. Teilweise gab es in den einzelnen Sparten bis zu acht Gruppen und nur drei davon werden während des Festivals dabei sein können.
Während in der Turnhalle die Stimmung kochte, wurde auf den Gängen noch ein letztes Mal geprobt. Sitzen auch alle Schritte? Stimmt das Outfit? Das Lächeln nicht vergessen. Marie Schälicke und Cäcilie Fiebke von der Gruppe "Deja vu" der Musikschule aus Eberwalde probten rasch noch einmal für ihr Medley, das mit "Dance with me" begann. "Klar sind wir aufgeregt, weil's was Besonderes ist, so ein Wettbewerb", so die beiden.
Gefördert wird das Projekt vom staatlichen Schulamt Eberswalde, dem Jugendamt des Kreises, dem Schutzbereich Barnim, Sachgebiet Prävention sowie dem Landespräventionsrat Brandenburg.
Junge Mimen im Wettstreit
Von Renate Meliß, Bernau
"Hier soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, ihrem Können auch eine entsprechende Bühne zu geben", erklärt Heike Doreen Klein, Cheforganisatorin des Barnimer Kinder- und Jugendfestivals. Zum ersten Mal fand am Samstag ein Theaterwettbewerb in der Aula des Barnim Gymnasiums statt.
Der Wettbewerb ist gab den Auftakt für das Barnimer Kinder- und Jugendfestival, das alljährlich im September in Wandlitz stattfindet. Die Organisatoren Frau Klein und Serdar Cetin sind für die Unterstützung durch das Barnim Gymnasium sehr dankbar. "Die Bühne in der Aula bietet den Kindern und Jugendlichen ideale Voraussetzungen."
Angemeldet hatten sich rund 130 Teilnehmer sowohl aus dem Barnim Gymnasium als auch dem Freien Gymnasium in Zepernick. Die Jury schaute dem Spiel wohlwollend zu und gab den Akteuren im Anschluss Hinweise und Anregungen. "Gewinner sind heute alle. Wir sind hier ja nicht bei ,Deutschland sucht den Superstar'." Der Theaterwettstreit sei erst im Aufbau, einen Bewertungsmaßstab könne man daher erst später ansetzen.
Aufgeführt wurden Stücke wie "Der kleine Prinz" von der Arbeitsgemeinschaft des Barnim Gymnasiums und "Die Schwalbe Sina" von Schülern einer fünften Klasse. "Die Kleinbürgerhochzeit" von Bertolt Brecht zeigten Schüler des Freien Gymnasiums Zepernick. Das Stück kam flott und humorvoll daher. Etwa ein dreiviertel Jahr hatten die Jugendlichen dafür geprobt und Kostüme angefertigt. Jeder Teilnehmer erhielt im Anschluss eine Urkunde.
Das Barnimer Kinder- und Jugendfestival versteht sich insgesamt als ein Ort, wo junge Leute mit sinnvoller Freizeittätigkeit an die Öffentlichkeit treten können. "Wenn die Kinder und Jugendlichen hier Anerkennung bekommen, wenn da die Eltern und Oma und Opa im Publikum sitzen, ist das eine große Bestätigung für sie und ihre Persönlichkeitsentwicklung", ist Serdar Cetin überzeugt. Das Festival wird vom 14. bis zum 16. September wieder in Wandlitz stattfinden. Das Konzept, bereits vor mehreren Jahren entwickelt, wurde stetig erweitert und bereits zum siebenten Mal erfolgreich im Landkreis Barnim umgesetzt. "Leistungen von Kindern und Jugendlichen werden heutzutage ja leider nicht in genügendem Maße gefördert oder gewürdigt. Wir möchten, dass die Kinder weitaus mehr von der Gesellschaft bestätigt werden", so Heike-Doreen Klein.
Am 6. Barnimer Kinder- und Jugendfestival im vergangenen Jahr beteiligten sich etwa 800 Kinder und Jugendliche. 400 nahmen an den Projekten für Bildende Kunst teil. Insgesamt gab es etwa 4000 Besucher während dreier Veranstaltungstage. Unterstützt wird das Projekt vom Schulamt Eberswalde, dem Jugendamt des Landkreises Barnim, dem Schutzbereich Barnim, Bereich Prävention und dem Landespräventionsrat. Für dieses Jahr ist zudem im Vorfeld auch ein Tanz- und Musikwettbewerb geplant.
Weitere Infos auch unter www.barnimer-kinder-und-jugend-festival.de
Montag, 26. Februar 2007 (00:00)
Junge Künstler haben eine Bühne
Bernau (MOZ) Ein erfolgreicher 3. Fachtag zum Barnimer Kinder- und Jugendfestival wurde im Greenline Waldhotel Wandlitz abgehalten. So schätzte Heike-Doreen Klein vom Förderkreis für künstlerische Jugendarbeit e.V. die Zusammenkunft ein. Daran beteiligten sich rund 30 Personen, darunter Vertreter des Landespräventionsrates, des Schulamtes, der Gemeinde Wandlitz, der Sparkasse Barnim, des Kreissportbundes, von Vereinen sowie Schulleiter, Lehrer, Chorleiter und Künstler.
Die Mädchen und Jungen brauchen das Barnimer Kinder- und Jugendfestival, unterstrich Prof. Dr. Matthias Flämig von der Universität der Künste Berlin in seinem Eröffnungsvortrag. Ein Resümee des Festivals 2006 scheint dies zu bestätigen. An den zweieinhalb Festivaltagen in Wandlitz beteiligten sich 800 Kinder und Jugendliche auf der Bühne und rund 400 im Festivalgelände. Etwa 4000 Zuschauer überzeugten sich von deren künstlerischen Fähigkeiten. Im weiteren Verlauf der Fachtagung haben die Projektleiter sowohl ihre in diesem Jahr erstmals in diesem Umfang veranstalteten Vorfestivals präsentiert. Bereits Geschichte ist das Theatervorfestival. Es wurde am 24. Februar während des Tages der offenen Tür im Barnim Gymnasium Bernau ausgetragen. Projektleiterin Andrea Schmidt konnte über eine rege Beteiligung vor allem von Gymnasiasten und eine beachtliche Qualität der Aufführungen berichten.
Das nächste Vorfestival wirft seine Schatten voraus. Am letzten Märzsonnabend treffen sich die jungen Tänzer in der Oberschule Basdorf. "Nach unserem derzeitigen Wissen ist mit 500 Teilnehmern, die ihr Kommen fest zugesagt haben, zu rechnen", so Heike-Doreen Klein. Projektleiterin Karina Berg habe alle Hände voll zu tun.
Das dritte Vorspiel ist dem Gesang und dem Instrumentalspiel gewidmet. Am 11. Mai findet es unter der Anleitung von Projektleiterin Nancy Splettstößer auf einer Bühne in der Bahnhofspassage Bernau statt. "Alle drei Vorfestivals zeigen ein großes Interesse der Kinder und Jugendlichen, einerseits nicht nur auf dem Hauptfestival aufzutreten, sondern, über das Jahr verteilt, mehrere Highlights anzunehmen", resümiert Heike-Doreen Klein. Da die Vorfestivals an verschiedenen Orten stattfinden, werde zugleich eine breitere Öffentlichkeit erreicht.
Zu den Erfolgen das Kinder- und Jugendfestivals 2006 zählte auch, das erstmals Holzarbeiten ausgeführt werden konnten. Wie Projektleiterin Hannelore Förster auf der Fachtagung erklärte, gibt es auch in diesem Jahr erneut Projekte im Bereich Bildende Kunst und Holzbearbeitung. Sie unterstrich den Erfolg des Graffiti-Projektes 2006. Damals konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Fähigkeiten noch während des Festivals erproben. Ihnen wurde damals aber auch die gesellschaftlichen Grenzen von Sprayaktionen aufgezeigt.
Bei der Tagung wurden neue Ideen zur Erweiterung des Festivals vorgestellt. So sollen Senioren ihre Erfahrungen z. B. innerhalb des Theaterprojektes an die Kinder und Jugendlichen weitergeben, während die Jungen ihre Lebensfreude und Spontanität mit den Älteren teilen können. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, daraus ein Projekt zu entwickeln unter dem Motto: "Reif trifft Jung". Das Hauptfestival wird wieder vom 14. bis 16. September in Wandlitz stattfinden. Mädchen und Jungen können sich noch immer sowohl für die Vorfestivals als auch das Hauptfestival anmelden. Die Veranstalter haben angekündigt, die Gesamtregion Barnim noch intensiver in das Projekt einzubinden. Sie haben vor, nächstes Jahr mindestens ein Vorfestival in Eberswalde zu veranstalten. Das Modellprojekt soll künftig auch in Strausberg starten.
Montag, 19. März 2007 (10:00)







